Evangelisch-methodistische Kirche

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) ist eine evangelische Freikirche mit folgenden Kennzeichen:

  • Wer sich bewusst zum Glauben an Jesus Christus bekennt, kann sich als Mitglied in eine Gemeinde aufnehmen lassen.
  • Methodisten sind davon überzeugt, dass persönlicher Glaube und verantwortliches Handeln zusammengehören.
  • Finanziert wird die Gemeindearbeit wie die gesamte Kirche durch freiwillige Beiträge und Spenden.
  • Die EmK pflegt seit 1988 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft mit den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (Ökumene) und der Evangelischen Allianz ist ihr wichtig.
  • Die EmK ist eine internationale Kirche. Sie ist grenzüberschreitend organisiert und versteht sich als eine „weltweite“ Familie.
  • In Deutschland gibt es circa 52.500 Glieder und Angehörige der Evangelisch-methodistischen Kirche. Die EmK ist Teil der weltweiten „United Methodist Church”. Sie gehört mit 80 Millionen Methodisten in 133 Ländern der Erde zu den größten evangelischen Kirchen.

Woher wir kommen

Der Methodismus entstand im 18. Jahrhundert als Erneuerungsbewegung innerhalb der Kirche von England durch den anglikanischen Pfarrer John Wesley (1703-1791). Der Name „Methodisten“ wurde ursprünglich einer Gruppe von Studenten in England angehängt. Diese wussten sich durch Bibelstudium und Gebet angesprochen, Armen, Kranken und Strafgefangenen zu helfen. Später nahm die gesamte Erneuerungsbewegung diese Bezeichnung an. Nach Amerika gelangte der Methodismus durch Auswanderer und Abgesandte. Deutsche Rückkehrer gründeten ab der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Heimat ihrerseits Gemeinden. Im Jahr 1968 vereinigten sich zwei bislang selbstständige methodistische Traditionen in unserem Land, die Bischöfliche Methodistenkirche und die Evangelische Gemeinschaft, zur Evangelisch-methodistischen Kirche.